Bei unserem Herbstkonzert am Sonntag, dem 01. November füllten rund 200 ZuhörerInnen die Pfarrkirche Sieben Schmerzen Mariens in Holzbüttgen. Bevor wir das „Deutsche Requiem“ von Brahms sangen, eröffneten unsere Pianisten Nataliia Vetrova und Kazuyuki Ogimoto den Abend mit zwei stimmungsvollen Stücken aus Carlos Guastavinos »Tres Romances Argentinos«, die das Publikum begeistert aufnahm.
Mit dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms, begleitet nur von unseren Pianisten, wagten wir ein mutiges musikalisches Experiment – und es entfaltete eine große Kraft.
Schon während des Singens spürten wir als Chor eine tiefe, unmittelbare Verbundenheit – miteinander, mit unserem Chorleiter Wolfgang Pelzer und mit der Musik selbst. Jeder Ton, jede Pause schien uns zu tragen, und wir fühlten, wie die Pianisten und die Solisten Ricardo Navas Valbuena und Benita Borbonus mit uns eins wurden. Diese Einheit, dieses gemeinsame Atmen der Musik, übertrug sich auch auf das Publikum.
Die Kirche war während der Aufführung sehr ruhig – ein Moment voller Konzentration und gespannter Erwartung. Wir konnten die Berührung, die Stille, die gespannte Aufmerksamkeit der Zuhörer spüren. Als das letzte „Selig“ verklungen war, brach ein begeisterter, langanhaltender Applaus aus. Selig waren auch wir, erfüllt von Dankbarkeit, bewegt und überwältigt – ein Moment, in dem Musik, Chor und Publikum eins wurden.
Es war ein Abend voller Emotionen, Tiefe und Gemeinsamkeit – ein Abend, der uns auch beim gemeinsamen Ausklang weiter begleite.
