Mit der neuen musikalischen Leitung durch Wolfgang Pelzer und einem neu aufgestellten Vorstand haben wir einen Neustart gewagt. Rückblickend dürfen wir sagen: Dieser Schritt war richtig. Er hat uns als Chor gefordert, aber auch gestärkt – musikalisch wie menschlich.
Unser erstes Jahr war geprägt von einer intensiven, konzentrierten und zugleich offenen, positiven Atmosphäre bei der Probenarbeit, die ihren Höhepunkt in einem Chorwochenende
fand, an dem wir uns in entspannter Atmosphäre und mit großer Hingabe auf das Herbstkonzert vorbereiteten. Neben der musikalischen Feinarbeit kam an diesem Wochenende auch das Miteinander
nicht zu kurz – gemeinsames Lachen, lange Gespräche und das spürbare Zusammenwachsen als Gemeinschaft.
Das muss unbedingt in diesem Jahr wiederholt werden.
Schon früh im Jahr zeigte sich, wohin dieser gemeinsame Weg führen würde. Erstmals traten wir unter neuer Leitung Karfreitag in der Kirch St. Aldegundis in Kaarst-Büttgen auf.
Der Einladung der Stadt Kaarst zur musikalische Gestaltung des Festaktes zum 3. Oktober im Rathaus der Stadt Kaarst folgten wir gerne. Das Programm verband festliche Klänge mit „Winds of Change“ als eindrucksvolle Hommage an die Zeit der Wende und die damalige Aufbruchstimmung. Die Gestaltung und Teilnahme an diesem Festakt ist immer besonders, haben doch die meisten von ganz persönliche Erinnerungen an diese besondere Zeit in der jüngeren deutschen Geschichte.
Am selben Wochenende wurde uns zudem eine besondere Ehre zuteil: Wir durften das Abendgebet im Kölner Dom gestalten – ein Moment großer Dankbarkeit und Wertschätzung, der längst nicht jedem Chor gewährt wird.
Tief berührend war die Aufführung von Johannes Brahms’ Requiem in der außergewöhnlichen Fassung mit zwei Flügeln.
Auch das Weihnachtskonzert setzte einen stimmungsvollen Akzent im Jahreslauf. In der festlichen Atmosphäre der Adventszeit – begleitet von der Bläsergruppe rheinmetall! – bot es eine musikalische Einstimmung auf das Fest. Wie in jedem Jahr gehörte auch eine erzählte Geschichte dazu, die diesmal nachdenkliche Töne anschlug und viele Zuhörerinnen und Zuhörer spürbar berührte.
Der Jahreskreis schloss sich schließlich mit der Aufführung der Spaur-Messe von W. A. Mozart in der Kirche St. Aldegundis in Büttgen. Dass bei diesem Werk unser früherer Chorleiter Hans-Michael Dücker das Dirigat übernahm, verlieh dem Konzert eine besondere Note – geprägt von Kontinuität, gegenseitigem Respekt und großer Verbundenheit.
Unser Fazit: 2025 war ein bewegtes, harmonisches und schönes Jahr voller intensiver Chorarbeit, besonderer Auftritte und musikalischer Höhepunkte.
Mit Dankbarkeit blicken wir zurück – und zugleich voller Vorfreude nach vorn auf ein neues Jahr, für das bereits spannende und vielfältige Chorprojekte geplant sind.
